Weinland Steiermark

Schon mal ein Glas steirischen Wein genossen? Vielleicht mal auch ein Gläschen zuviel? 😉 Ja, der steirische Wein hat schon seine Reize – so ist im Gegensatz zu den edlen Weinen der Wachau in den Weinen der Steiermark so richtig die steirische Seele zu schmecken. Meist säurereich und voller Frucht und Finesse. Ja, da bekommt man gerne mal ein Glas zu viel.  Die Steiermark ist als Weinland schon seit langem bekannt, aber dennoch wird die Qualität der Weine oft unterschätzt. Klischee sei Dank – noch immer denken viele, die Steiermark erzeugt Massenweine ohne viel Qualität. Dass dem bei weitem nicht so ist, zeigen die steirischen Winzer aber eindrucksvoll. So zählen die Weingüter Skoff, Polz, Tement und Sabathi zu den besten Österreichs und vertreten die heimische Weinwelt auch erfolgreich auf exklusiven ausländischen Weinkarten. Natürlich zählen die steirischen Weinprinzen und Weinprinzessinen zu den hübschesten weit und breit. 😉

Klasse statt Masse, so beträgt die steirische Weinbaufläche gerade 5% der gesamten Österreichs. 70% der steirischen Weine werden ab Hof verkauft, sei es bei den eigenen Buschenschanken oder aber einfach nur beim Vorbeifahren von Touristen und Weinliebhaber, die mal schnell noch ein paar gute Weine für daheim mitnehmen wollen. Auf über 80% der Weinbauflächen wird Weißwein angebaut, hier bekommen die steirischen Weine auch die meisten Auszeichnungen. Die am häufigsten angebauten Weinsorten: Welschriesling (20%), Weißburgunder (12%), Müller-Thurgau (9%), Sauvignon Blanc (7,5%), Morillon (6%) und Riesling (4%). Der Rest geht auf das Konto des Rotweines. Hier ist der blaue Zweigelt mit etwa 10% die am meisten verbreitete, der Rest, bestehend zumeist aus St.Laurent, Cabernet Sauvignon oder Blauer Burgunder werden in relativ kleinen Mengen angebaut.

Der Anbau der Volksdroge Wein erfolgt in der Steiermark in den Regionen Südsteiermark, West- und Oststeiermark. Dort, wo keine Berge mehr sind, dafür aber sanftes Hügelland und landschaftlich bezaubernde Weinberge, die der Region einen einzigartigen Charme verleihen. In weiterer Folge gibt es noch weitere Artikel über den steirischen Weinbau. Deshalb empfehle ich: Neben dem Blog schon mal eine Flasche köpfen und einschenken. Prost!

Zotter Schokoladenfabrik – Schokolade und Theater

Gerade mal fünf bis sieben Autominuten von der Riegersburg und auch unweit von Graz im südoststeirischen Hügelland entfernt liegt DAS Mekka für alle Schokoladenfans: Die Schokoladefabrik des Chocolatiers Josef Zotter, dessen Schokoladen für ihre Qualität und außerordentlich kreative Vielfalt bekannt sind. Hier im Schokoladetheater werden Führungen verschiedener Arten angeboten. Individualtouristen werden durch die Zotter-Manufaktur mit einem Audioguide geführt, der zu den einzelnen Stationen und Schokoladen Wissenswertes preis gibt. Diese Führung ist preiswert und wirklich zu empfehlen, da man sich die Zeit frei einteilen und die Kostproben solange man will genießen kann. Buchen kann man die Führungen im Schokoladentheater per Telefon, aber auch per Internet, was sich als sehr praktisch erweist.

Die Führung an sich beginnt mit einem ca. 30 minütigen Film in einem kleinen Kino, in dem man stilecht auf Kakaobohnensäcken sitzt und es sehr verführerisch nach Schokolade riecht. So riecht es übrigens die gesamte Zeit – hmmmm! Der Film erzählt über den Anbau der Kakaobohne und lässt ein paar Blicke auf das Leben der Kakaobauern in Nicaragua zu. Man bekommt auch einen Einblick in das Leben des Josef Zotter persönlich, der sehr viel in der Welt reist, um für seine Schokolade das Optimum zu erreichen – sehr unterhaltsam, aber nur in Deutsch zu sehen. Danach geht es mit dem Audioguide in die Führung – endlich das Schokoladentheater erleben!

 Zuerst wird Kakao als Rohmasse verkostet. Dabei sollte man aber Vorsicht walten lassen, denn diese Rohmasse hat noch nicht viel mit dem zu tun, was man normal als Schokolade kennt, aber darauf wird man auch hingewiesen. Danach kann man Schokolade sowohl in flüssiger (seeeehr lecker) als auch in gewohnter fester Form mit den verschiedenen Stufen des Kakaoanteiles (von 30 – 100%) kosten. Tipp: Öfter mal den Wasserbrunnen dazwischen besuchen!

Die ganze Zotter-Fabrik ist mit Glaswänden gebaut, sodass sowohl die Gerätschaften als auch die Produktion beobachtet werden können. Wie  einem auch gesagt wird, dürfen sich die Besucher Zeit lassen so lang sie wollen und auch Zotter-Schokolade kosten soviel und so lang sie wollen bzw. können 😉 Und das sollte man sich wirklich nicht zwei Mal sagen lassen!

Weiter geht es mit einer kleinen Schulung des Geruchssinnes. Das eigentlich Spannende ist aber,

Weiterlesen

Riegersburg – Oststeiermark

Die Riegersburg, im oststeirischen Vulkanland gelegen, wurde auf einem erloschenen Vulkan erbaut und konnte von Feinden nie eingenommen werden.  Schon die Anfahrt durch Hügel, Weinhänge und Apfelplantagen ist sehr schön. Sie gilt als eine der schönsten Burgen der Welt mit prächtiger Aussicht über die Hügel der Südost-Steiermark und ist als Ausflugsziel absolut zu empfehlen, auch für Familien.  Hier findet die Ausstellung über Hexenverfolgung statt, auch ein Kletterpark und eine Greifvogelwarte mit Vorführungen laden zu Action und Erlebnis ein. Parkplätze gibt es am Fuße der Riegersburg genug, schon an der Kasse wird auf andere Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Spezialitäten wie Wein, Vulkanschinken natürlich die Zotter Schokolade aufmerksam gemacht.

Von der Kassa am Fuße des Vulkanberges zur Riegersburg gelangt man zu Fuß, etwa 30 min. Gehzeit, oder per Steilbahn-Aufzug. Schon während des Aufstieges bzw. der Fahrt kann die Aussicht genossen werden. Oben angelangt, geht man durch die Burgtore in die Ausstellungsräume. Die Ausstellung ist sehr schön aufbereitet und unterhaltsam. Für besonders interessierte werden natürlich auch Führungen angeboten. Im Burghof gibt es einen Gastgarten, die Speisen und Getränke holt man sich vom Selbstbedienungsrestaurant. Vorsicht: Wir sind zu Fuß nur runter gegangen, es war sehr heiß und der Weg kam einen dadurch sehr lang vor. Etwas sauer waren wir dann, als man verschiedene Wege einschlagen konnte und keine Schilder waren. Den Großteil des Weges musste man sich darauf verlassen, dass man weiß wo ungefähr der Parkplatz sein musste.

Hotel Oasis – Therme Loipersdorf

Das Hotel Oasis bei Loipersdorf bemüht sich, tatsächlich eine kleine Oase für Urlauber zu sein. Familiär geführt, liegt das 3* Hotel auf einem Hügel ca. 10 Minuten von der Therme Loipersdorf entfernt, erreichbar durch enge Straßen, verfahren ist keine Kunst. Das Hotel Oasis bietet seinen Gästen normal ausreichend Parkplätze und eine tolle Aussicht.

Bei der Ankunft wurden wir von der Chefin begrüßt und durch das Haus geführt. Andere Gäste mussten erst diese anrufen, da die Rezeption nachmittags nicht besetzt war. Helle Farben, freundlich eingerichtet und sauber waren wir von unserem Zimmer positiv überrascht. Das Zimmer war sehr groß und erinnerte an 4 Sterne, sauberes Bad mit Dusche und großem Spiegel und viel Ablagefläche (sehr Frauenfreudlich ;-)). Wir hatten auch einen Balkon mit wunderschöner Aussicht auf die Therme Loipersorf und die Hügel der Oststeiermark – mit viel Wald, typisch halt!

Im etwas kargen Ruheraum fand man Entspannung, ein kleiner Fitnessraum und eine Sauna stehen den Gästen zur Verfügung. Wir waren im Juli dort, das Hotel war trotzdem nicht ausgebucht und nur wenige Gäste blieben im Hotel. Das gab einem die Chance Ruheraum, Sauna Fitnessraum und auch die Sonnenliegen auf der Wiese hinter dem Haus auch mal für sich alleine haben zu können. Das Paket beinhaltete weiters einen Bademantel und einen Eintritt in die Therme Loipersdorf für jeden. Massagen können dazugebucht werden, dies muss aber rechtzeitig erfolgen. Sie finden im Hotel statt, sind preislich aber kaum geringer als in der Therme, qualitativ aber ok.

Das Frühstücksbuffet war für ein 3*Hotel durchaus umfangreich mit schönem Frühstücksraum. Bei Schönwetter kann auch im Freien gefrühstückt werden. Am Nachmittag wurde der Raum fürs Kaffeetrinken zur Verfügung gestellt. Auch gab es einen Kühlschrank mit Getränken und Snacks, die man sich gegen Bezahlung nehmen konnte.

Wer in eine Buschenschank möchte ist in der Umgebung gut aufgehoben und sollte sich dies auch nicht entgehen lassen. Öffnungszeiten beachten und mit Gelsen rechnen – am Abend nicht unbedingt im Freien sitzen, auch wenn es sehr verlockend ist.

Hotel Legenstein – Bad Gleichenberg

Hotel Legenstein: Ein 4* Hotel in Bairisch Kölldorf bei Bad Gleichenberg. Der Familienbetrieb bietet sowohl für Individualtouristen als auch für Seminargäste einen angenehmen Aufenthalt. Parkplätze sind ausreichend vorhanden, die Anfahrt ist einfach und rechtzeitig beschildert. Die Einrichtung ist ganz ok, aber nicht mehr ganz modern. Unser Arrangement: Kuschelpaket: 2 Personen, 2 Nächte, Halbpension, einmal Fondue-Abend (mit romantisch gedecktem Tisch),  einmal Frühstück aufs Zimmer, einmal Ganzkörperschönheitsbehandlung, einmal Entspannungsmassage, Bademäntel für den gesamten Aufenthalt,  für jeden einmal Inhalation, Magnetfeldliege oder Solarium.

Bereits beim Check-In lernten wir die große Stärke des Hotel Legenstein  kennen – die ausgesprochen nette und persönliche Betreuung durch das gesamte Personal. An der Rezeption, im Restaurant, im Wellnessbereich, an der Bar, selten sowas erlebt! Bereits beim Check-In bemühte sich der Rezeptionist, alle Termine mit uns abzuklären, was uns fast ein wenig überforderte und hektisch vorkam, weiters begrüßte uns der „Chef“ persönlich.  Kaum Wartezeiten im Restaurant, das Menü mit Fondue international und heimisch, qualitativ sehr gut – Service und Küche zeichnen sich durch soliden 4* – Standard aus. Das Salatbuffet ist ungewöhnlich umfangreich, sogar umfangreicher als in manchem 5*-Hotel. Die Auswahl an offenen Weinen könnte etwas umfangreicher sein, vor allem an Zweigelt hat man eine große Auswahl, andere Rebsorten kommen etwas zu kurz, die Beratung ebenfalls. Das durchwegs junge Personal ist sehr aufmerksam und freundlich. Am nächsten Abend nahmen wir am Vulkanbuffet teil. Dies war eine „Sonderveranstaltung“, die im Hotel wöchentlich stattfindet. Heimische Spezialitäten auf hohem Niveau erfreuten dabei unsere Gaumen.

Das Frühstücksbuffet war sehr umfangreich, allerdings vermissten wir süßes Gebäck – kein Kuchen, keine Croissants, keine Kipferl, leider. In punkto Säfte schien das Personal etwas nachlässig – auf das Auffüllen musste ich das eine oder andere Mal aufmerksam machen. Allerdings wurde dem sofort nachgegangen.

Weiterlesen