Heiraten in Leoben – Unsere standesamtliche Hochzeit

Ist Leoben der richtige Ort für eine Hochzeit? Also, wir heirateten standesamtlich im kleinen Kreise  Ende Juli 2017, insgesamt waren wir 14 Personen. Leoben deshalb, da ich selber Leobner bin, auch wenn ich mittlerweile nicht mehr dort lebe. Da wir kirchlich an einem anderen Tag und ganz wo anders heirateten sollte das auch nur entspannt und einfach gehalten sein, aber dennoch ein schönes Erlebnis – Die standesamtliche Trauung, anschließendes Fotoshooting und ein schön gemütliches Essen in einem schönen Lokal. Mehr nicht, dann sollte es ab in die ersten Mini-Flitterwochen ins Hotel gehen, für zwei Nächte. Auch die richtigen Flitterwochen finden erst später statt.

Und so lief das ganz ab: Da wir ja nicht in Leoben wohnen übernachteten wir im Falkensteiner Hotel beim Asia Spa. Wir hatten ein einfaches Doppelzimmer gebucht – ganz nett, qualitativ hochwertig, im Stil der Falkensteiner-Hotelkette gehalten. Leider war im Zimmer die Klimaanlage so stark aufgedreht, dass es echt kalt war im Zimmer, und die Funktionsweise der Klimaanlage war leider nicht wirklich zu durchschauen bzw. die tat nicht was wir wollten. Das Abendessen wiederum war sehr gut.

Am Tag der Trauung ging es vom Hotel direkt zum Standesamt. Teilweise bereits mit Gästen die wir beim Hotel empfangen hatten. Da die auch nicht aus Leoben waren, machten die sich noch kurz frisch. Meine Braut war da schon bei Ihrem Friseur – Friseursalon Ka-Ma in der Kaiserfeldgasse. Sie war sehr zufrieden, bereits zwei Wochen zuvor war sie dort um sich dafür anzumelden und bekam gleich ein kostenloses Probeschminken – tolle Sache! Vorne beim Standesamt empfing uns unserer Standesbeamtin – Frau Bachkönig. Auch unsere Fotografin von Foto Koch aus St. Michael war bereits anwesend und begann auch gleich mit ihrer Arbeit. Erst wurden noch der Brautstrauss an die Braut überreicht und mein Anstecker an meinen Anzug geheftet. Das und auch der Blumen-Haarschmuck kamen von Blumen Schacherl in Judendorf – gute Arbeit! Dann geleitete Frau Bachkönig  die Gäste in den Saal, uns sowie unsere Trauzeuginnen in ein kleines Büro wo erste Formalitäten erledigt wurden. Als unser Einzugslied begann, gingen wir zusammen in den Saal, hinter uns unsere Trauzeuginnen. Wir nahmen vorne Platz und unsere Standesbeamtin begann. Sie sprach einige paar nette Worte und machte so diese eigentlich kurze formelle Abhandlung zu einem persönlichen Erlebnis. Den Text in Stichwörtern für die kurze Rede hatten wir ihr ca. zwei Wochen zuvor zukommen lassen. Insgesamt spielte Frau Bachkönig drei Lieder – das Einzugslied, ein Lied nachdem die Ringe gewechselt wurden und ein Auszugslied. Das Ambiente war wirklich sehr schön, der erst vor wenigen Jahren komplett neu renovierte Saal ist wirklich eine Pracht. Nicht ganz 30 Minuten dauerte die Trauung übrigens.

Nach dem Auszug gingen meine Braut und ich zum Fotoshooting zum Schwammerlturm und danach über die Waasenbrücke an die Mur. Von dort schoss unsere Fotografin tolle Fotos mit dem Schwammerlturm im Hintergerund – die perfekte Erinnerung an die Hochzeit in Leoben. Anschließend gingen wir zum Glacis-Park, unsere Gäste die vorgingen erwarteten uns schon. Dort schossen wir zuerst die Familienfotos und Fotos mit unserenTrauzeuginnen. Als die Fotos geschossen waren gingen unsere Gäste vor zur Tafel da wir beide noch unser Fotoshooting im Park machten. Die Fotos wurden ebenfalls toll, der Glacis ist wirklich zu empfehlen. Unsere Fotografin hatte auch einige Accessoires mit, da merkte man schon deren Erfahrung und auch Professionalität – ein herzliches Dankeschön auch an dieser Stelle! Auch das Preis-Leistungsverhältnis ist wirklich gut.

Nicht so gut war unser Erlebnis leider mit der Stadtmeierei Leoben, hier sollte die Tafel stattfinden. Am Tag davor erhielt ich den Anruf dass sie nicht aufsperren können, da all ihre ausgelernten Köche (zwei Personen) gleichzeitig krank geworden sind. Also waren wir fieberhaft auf der Suche nach Alternativen. Nicht einfach, erstens gibt es nicht wirklich viele schöne Lokale (Restaurants) in Leoben und zweitens machten viele Betriebsurlaub. Das Falkensteiner hatte bereits eine Hochzeit, da war nichts mehr zu machen. Aber wir bekamen eine Flasche Sekt als Entschädigung – vielen Dank! Und ansonsten gab es nur die üblichen Gasthäuser. Das Port 361 wäre zwar sehr bemüht gewesen aber das Speisenangebot wäre für uns nicht das richtige gewesen. Immerhin bemühte sich die Stadtmeierei um die Organisation einer neuen Tafel. Und als Entschädigung gab es noch eine Flasche Champagner. Der Arkadenhof ist es dann geworden, der liegt zentral und wir mussten nicht weit gehen. Immerhin hatten wir ein eigenes Stüberl und auch die Tafel war schön gedeckt. Leider war der Service und auch die Küche mit der Vielzahl an Gästen überfordert – an dem Wochenende war nämlich das Event Iron Road for Children. Und das Ambiente für eine Hochzeitstafel ist halt schon sehr „naja“. Aber das Essen war gut und als Nachspeise gab es unsere Hochzeitstorte in Herzform mit „Liebe-Ist“ Motiv. Bestellt hatten wir die Torte bei der Bäckerei-Konditorei Fuchs in Hafendorf/Kapfenberg. Gefüllt mit Erdbeercreme und luftigen Busquit – sehr gut! Auch das Preis-Leistungsverhältnis war gut. Allerdings war das Aufteilen eine kleine Herausforderung. Wie teilt man ein Herz in 14 gleich große Stücke? 😉

Nach dem Essen verabschiedeten wir unsere Gäste und wir uns selber auf die Teichalm ins Wellnesshotel Pierer für zwei Nächte. Ein Doppelzimmer hatten wir gebucht. Eigentlich gilt am Wochenende ein Mindestaufenthalt von 2 Nächten – ein erstes Danke dass wir auch für eine Nacht buchen durften. Später verlängerten wir aber trotzdem auf zwei Nächte. Als wir hinkamen dann die große Überraschung – wir wurden kostenlos upgegradet und bekamen die 90 m2 große Panoramasuite Schwalbennest! Diese ist ausgestattet mit großer Terrasse auf der wir auch gefrühstückt hatten (traumhaft schön), eine Whirlwanne und auch eine eigene Sauna. Auch die nutzen wir jeden Tag – echt super! Natürlich hatten wir immer beste Aussicht auf die Almen in die das Hotel sich befindet.  Und beim Abendessen haten wir einen schön großen Tisch etwas abgetrennt von den meisten anderen Gästen. Herzlichsten Dank an Frau Pierer für das Upgrade – wir haben es sehr genossen!! So hatte sich unser Pech mit der Stadtmeierei auch wieder irgendwo ausgeglichen.

Insgesamt ein wirklich sehr schönes Erlebnis. Also standesamtlich in Leoben zu heiraten ist sicher eine gute Wahl, nur was die Tafel betrifft muss man schon etwas suchen, außer es reicht auch ein normales Gasthaus. Was eine kirchliche Hochzeit betrifft kann ich nicht mitreden, aber die Stadtpfarrkirche ist sehr schön und eine Trauung dort stelle ich mir auch schön vor.

 

 

 

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